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Die besten Haushaltstipps und Hausmittel für Ihren Garten

3 Dec, 2024

Die besten Haushaltstipps und Hausmittel für Ihren Garten

Wünschen Sie sich höhere Erträge Ihrer Pflanzen, möchten die Blütenzahl Ihrer Zierpflanzen erhöhen oder Schädlinge bekämpfen? Auf die Chemiekeule aus dem Handel können Sie getrost verzichten. Es gibt nämlich eine Vielzahl praktischer Hausmittel, mit denen Sie Ihren Garten natürlich und kostenneutral unterstützen können. Erfahren Sie in diesem Beitrag, welche Hausmittel sich für welches Problem eignen.

Wirksam gegen Blattläuse: Seife, Waschnüsse und Kaffee 

Die Bekämpfung von Blattläusen kann so einfach und preiswert sein:

  • Mit einer Lösung aus zwei Teelöffeln Schmierseife und einem Liter Wasser sprühen Sie die befallenen Pflanzen ein. Bei Bedarf wiederholen Sie die Spritzung.
  • Ähnlich wirksam sind Waschnüsse, deren Schalen den seifenähnlichen Wirkstoff Saponin enthalten. Sie sind in Drogerien und Bioläden erhältlich. Mit einem Liter Wasser kochen Sie zehn Waschnüsse aus. Besprühen Sie die Pflanzen mit der Lösung und wiederholen Sie den Vorgang bei einem starken Befall häufiger.
  • Mit Kaffee können Sie Blattläuse bekämpfen, indem Sie einen starken Kaffee bereiten, etwas Spülmittel dazugeben und die Pflanzen damit einsprühen. 

Kaffeesatz als Allzweckwaffe im Garten: Dünger und Schneckenschutz

Kaffee kann nicht nur Blattläuse bekämpfen. Sie müssen den Kaffeesatz nicht entsorgen, denn im Garten ist er eine Wunderwaffe. Als Dünger liefert er Kalium, Stickstoff und Phosphor und kann daher den Boden verbessern. Mit einem pH-Wert von ungefähr 6,5 ist er leicht sauer und eignet sich hervorragend für Pflanzen, die sauren Boden bevorzugen oder um einen basischen Boden zu neutralisieren.

Geben Sie Kaffeesatz in den Kompost, beschleunigt er den Verrottungsprozess. Achten Sie darauf, dass der Kaffeesatz gut abgekühlt und trocken ist, damit er nicht schimmelt. Auf 10 bis 20 Liter Erde reicht ein voller Kaffeefilter zur Bodenverbesserung aus. Die Düngung mit Kaffee nehmen Sie viermal im Jahr vor. Kaffeesatz eignet sich als Dünger gut für:

  • Zierpflanzen wie Hortensien, Azaleen, Rhododendren, Pfingstrosen, Rosen, Kamelien und Lilien, die einen leicht sauren Boden mögen
  • viele Balkonpflanzen vor dem Umtopfen
  • Nutzpflanzen wie Tomaten, Rhabarber, Zucchini und Gurken
  • Beerenpflanzen wie Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren und Preiselbeeren

Nicht geeignet ist Kaffeegrund aufgrund seines Säuregehalts für Kakteen, Steingartenpflanzen und Setzlinge. 

Um Schnecken von Ihren Pflanzen fernzuhalten, errichten Sie eine Barriere aus Kaffeegrund. Bei Regen sickert er in den Boden ein und verbessert ihn. Ameisen vertreiben Sie, indem Sie ihn auf die Laufstraßen geben. 

Tipp: Eine Barriere gegen Schnecken können Sie auch aus Sägespänen errichten, die Sie um die Pflanzen streuen.

Milch: wirksames Hausmittel gegen Rosenrost und Mehltau

Milch eignet sich hervorragend gegen Mehltau, indem Sie sie im Verhältnis 1:8 mit Wasser mischen und dann die Pflanzen damit besprühen. Wiederholen Sie diesen Vorgang regelmäßig, am besten zweimal pro Woche. Frische Rohmilch vom Bauern eignet sich am besten. Die Milch darf nicht hocherhitzt sein, da dadurch die Mikroorganismen abgetötet werden. Diese bekämpfen nämlich den Pilz bekämpfen wirkungsvoll. Der Natriumphosphatgehalt der Milch stärkt die Pflanzen und macht sie weniger anfällig gegen Schädlinge und Krankheiten. 

Milch ist auch ein hervorragendes Mittel gegen Rosenkrankheiten wie Rosenrost oder Sternrußtau. Um Rosen mit Milch zu behandeln, verdünnen Sie sie im Verhältnis 1:6 mit Wasser. Sprühen Sie die Rosen mit der Mischung ein und achten Sie darauf, dass alle Teile gut benetzt sind. Um Schädlingsbefall zu vermeiden, beginnen Sie schon ab dem Blattaustrieb damit. Ihre Rosen sollten Sie wöchentlich behandeln, um zu verhindern, dass sich der Pilz ausbreitet. 

Algen bekämpfen: Kartoffelwasser verwenden

Auf Tontöpfen bilden Algen häufig grüne Schlieren. Um sie zu entfernen, müssen Sie keine Chemie verwenden. Fangen Sie das Wasser auf, in dem Sie Kartoffeln gekocht haben, und waschen Sie die Töpfe damit ab. Bei hartnäckigen Algen verwenden Sie eine Bürste. 

Natron: die Wunderwaffe gegen Pilzbefall und andere Probleme

Löffel mit Natron zur Bekämpfung von Pilzbefall im Garten

Natron können Sie nicht nur zum Kochen und Backen sowie zur Geruchsneutralisation verwenden. Es ist auch im Garten eine Geheimwaffe gegen Mehltau, Graufäule und andere Pilze. Auch zur Bekämpfung von Blattläusen und zur Unkrautbekämpfung ist Natron geeignet. 

Es kommt auf das richtige Mischungsverhältnis mit Wasser an. Verwechseln Sie das Natron jedoch nicht mit Waschsoda, denn bei Waschsoda handelt es sich um Natriumcarbonat, eine Lauge, die für Ihre Pflanzen gefährlich werden kann. Natron wird häufig unter der Bezeichnung Kaisernatron angeboten. Wird es in Wasser gelöst, setzt es Kohlendioxid frei.

Natron gegen Pilze anwenden

Lösen Sie zur Bekämpfung von Pilzen zwei bis fünf Esslöffel Natron in einem halben Liter Wasser auf. Sprühen Sie die befallenen Pflanzenteile mehrmals täglich damit ein, bis Sie einen Rückgang des Befalls feststellen. Sind Pflanzenteile zu stark befallen, entfernen Sie sie vor der Behandlung mit Natron. 

Blattläuse mit Natron bekämpfen

Um Blattläuse loszuwerden, lösen Sie in einem Liter Wasser zwei Esslöffel Natron auf. Sprühen Sie die befallenen Pflanzen großzügig damit ein und behandeln Sie auch die Blattunterseiten. An regnerischen Tagen geben Sie etwas Speiseöl in die Lösung, damit sie besser an den Blättern haftet. 

Mit Natron pH-Wert des Bodens erhöhen

Ist der Boden in Ihrem Garten zu sauer, können Sie den pH-Wert mit Natron erhöhen, da es basisch wirkt. Haben Sie Begonien oder Geranien im Garten, die alkalisches Substrat bevorzugen, geben Sie Natron ins Gießwasser und bewässern wie gewohnt.

Wissen Sie nicht, ob der Boden sauer oder eher alkalisch ist, eignet sich Natron auch für einen einfachen pH-Wert-Test. Wässern Sie den Boden an einer Stelle und streuen Sie Natronpulver darüber. Bilden sich Bläschen, hat die enthaltene Säure mit Natron reagiert. Das ist ein Hinweis darauf, dass der pH-Wert unter 5 liegt und der Boden zu sauer ist. Zeigt sich keine Reaktion, liegt der pH-Wert über 5. Um den pH-Wert größerer Bodenflächen zu neutralisieren, ist Natron als Hausmittel nicht wirtschaftlich. Besser geeignet ist in solchen Fällen Kalk, da er kostengünstiger ist. 

Unkraut bekämpfen mit Natron: einfach bestreuen

Unkraut in Fugen und auf Wegen können Sie einfach mit Natron bestreuen, um es zu vernichten. Achten Sie jedoch darauf, dass das Natron nicht auf Nutz- oder Zierpflanzen gelangt. Ist das Unkraut hartnäckig, wiederholen Sie den Vorgang. Alternativ dazu können Sie einen Esslöffel Natron auch auf einen Liter Wasser geben, aufkochen und das Unkraut mit der Lösung besprühen. Achten Sie auf einen Abstand von mindestens zehn Zentimetern zu den Nutzpflanzen. Wiederholen Sie die Spritzung, um das Unkraut zu vernichten. 

Pflanzenschädlinge mit Hausmittel bekämpfen

Zwiebeln und Knoblauch: wirksame Waffen gegen Schädlinge

Möchten Sie in Ihrem Garten Blattläuse oder Milben bekämpfen oder Ihre Pflanzen vor Wühlmäusen schützen, eignen sich Zwiebeln und Knoblauch. Sie erhöhen auch die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Pilzerkrankungen.

Gegen Rosenrost eignen sich Zwiebeln oder Knoblauch, wenn Sie einen Sud daraus bereiten. Schneiden Sie eine Zwiebel oder Knoblauchknolle in kleine Stücke und lassen Sie sie 20 Minuten in einem Liter Wasser köcheln. Mischen Sie den Sud im Verhältnis 1:5 mit Wasser und sprühen Sie die Pflanzen am besten morgens oder abends damit ein. Wiederholen Sie die Behandlung mehrmals.

Zwiebeln und Knoblauch eignen sich im Beet als gute Nachbarn für viele Pflanzen, da sie vor Blattläusen und Milben schützen. Auch Wühlmäuse und andere schädliche Nager vertreiben Sie mit Zwiebeln oder Knoblauch, da sie den Geruch nicht mögen. 

Schutz vor Schädlingen: Chili und Zimt 

Sind Ihre Pflanzen noch nicht von Schädlingen befallen, können Sie wirksam vorbeugen, indem Sie Chilipulver und Zimt verwenden. Verrühren Sie die Gewürze im Verhältnis 1:1 mit Gesteinsmehl und geben Sie die Mischung in den Streuer. Bestreuen Sie die Blätter der Pflanzen und den Boden damit. Zimt schützt vor Insekten und Chili vor Schnecken

Zitronenjauche gegen Ameisen: Ansatz mit Zitronenschalen

Von dem Begriff Zitronenjauche sollten Sie sich nicht verunsichern lassen, denn es handelt sich nicht um eine stinkende Jauche. Zitronenjauche riecht angenehm frisch. Haben Sie Ameisen im Haus, auf der Terrasse oder auf Gehwegen im Garten, ist Zitronenjauche gut geeignet.

Pressen Sie die Zitronen aus, schneiden Sie die Schalen klein und legen Sie nur die Schalen zehn Tage lang in Wasser ein. So werden die ätherischen Öle und andere Stoffe aus den Schalen gelöst. Träufeln Sie die Zitronenjauche auf die Terrasse oder die Gehwegplatten oder tränken Sie ein Tuch damit, um die Türleiste abzuwischen. Die Ameisen werden durch den Zitronengeruch vertrieben.

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