Gemüse im Freiland pflanzen: Tipps für eine reiche Ernte

Gemüse-Smane in die Erde geben

Knackige Radieschen, süße Zuckerschoten oder leuchtend orangefarbene Hokkaido-Kürbisse – viele köstliche Gemüsesorten lassen sich problemlos im eigenen Garten anbauen. Und das gelingt ganz ohne Gewächshaus. Mit den richtigen Tipps können Sie eine erfolgreiche Ernte erzielen und dabei die Freude am eigenen Anbau genießen.

Warum lohnt sich der eigene Gemüseanbau?

Es gibt viele gute Gründe, Gemüse im Garten oder Hochbeet selbst anzubauen:

  • Vorfreude und Naturerlebnis: Schon im Winter beginnt die Planung: Sie wählen Saatgut aus, erstellen Beetpläne und freuen sich auf die ersten zarten Pflänzchen im Frühjahr. Der gesamte Wachstumsprozess – vom kleinen Samen bis zur reifen Ernte – ist ein faszinierendes Naturschauspiel, besonders für Kinder.
  • Frische und Geschmack: Selbst angebautes Gemüse schmeckt oft intensiver als gekauftes, da es frisch geerntet wird. Zudem haben Sie die volle Kontrolle über Anbaumethoden, Bodenqualität und den Verzicht auf chemische Zusätze.
  • Gesundheit und Entspannung: Gartenarbeit fördert die körperliche Fitness und hilft gleichzeitig, Stress abzubauen. Die Bewegung an der frischen Luft stärkt das Herz-Kreislauf-System und sorgt für Entschleunigung im Alltag.

Wie und welches Gemüse pflanzen: Diese Sorten wachsen besonders gut im Freiland

Ob Sie Ihr Gemüse ins klassische Bodenbeet setzen oder sich für rückenfreundliche Hochbeete entscheiden, ist ganz Ihnen selbst überlassen. Je nachdem, wie viel Platz und Arbeitskraft Sie zur Verfügung haben, sollten Sie sich in einem ersten Schritt genau überlegen, welches Gemüse Sie wo anbauen möchten. Dafür erstellen Sie am besten einen Pflanzplan und informieren sich vorab darüber, welche Gemüsesorten als Nachbarn Sinn ergeben und planen die Beete am besten so, dass sich aus dem Beetplan eine sogenannte Fruchtfolge ergibt:

  • Frühjahr: Radieschen oder Spinat säen
  • Sommer: Den freigewordenen Platz für neue Kulturen wie Salat oder Bohnen nutzen

Ob im Bodenbeet oder im rückenfreundlichen Hochbeet – die Entscheidung liegt bei Ihnen. Je nach Platz und Aufwand sollten Sie vorab einen Pflanzplan erstellen und darauf achten, welche Gemüsearten sich als Nachbarn gut vertragen. Mit einer durchdachten Fruchtfolge können Sie den Platz optimal nutzen und zum Beispiel früh im Jahr Radieschen oder Spinat säen, und den frei werdenden Platz nach der Ernte für spätere Kulturen nutzen.

Rankende Gemüsesorten wie Gurken oder Kürbisse können mithilfe von Rankhilfen in die Höhe wachsen, während bodennahe Pflanzen wie Salat, darunter Platz finden. Achten Sie bei der Saatgutauswahl darauf, dass die Sorten gut für den Freilandanbau geeignet sind, insbesondere bei Tomaten.

Unsere Rankhilfen

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Gemüsesorten, die hervorragend auch an ungeschützen Orten im Freiland wachsen sind u.a.:

  • Radieschen
  • Zuckerschoten
  • Rote Bete
  • Kopfsalat und Pflücksalat
  • Spinat

Gemüse säen und auspflanzen: So klappt es

Sobald Sie die richtigen Sorten ausgewählt haben und die Beete vorbereitet sind, kann das Säen beginnen. Einige Gemüsesorten, wie Radieschen oder Spinat, eignen sich für die Direktsaat. Sie werden direkt ins Beet gesät und anschließend feucht gehalten. Um die Saat vor hungrigen Vögeln zu schützen, können Sie das Beet mit Hasendraht oder einer Abdeckplane sichern.

Andere Pflanzen wie Gurken und Tomaten sollten zunächst vorgezogen werden, bevor sie ins Beet gesetzt werden – besonders wenn das Wetter im Frühjahr noch unbeständig ist. Die genaue Aussaat- und Pflanzempfehlung finden Sie auf den Rückseiten der Saattüten.

Gemüsebeet mit wachsendem Gemüse

Nach der Aussaat heißt es: Geduld haben. Unter guten Bedingungen, wie ausreichend Wasser und Wärme, sprießen die ersten Keimlinge nach wenigen Tagen oder Wochen aus der Erde. Sobald die Setzlinge sichtbar sind, sollten Sie auch Schädlinge wie Raupen, Vögel oder Schnecken im Blick behalten.

Versorgen Sie die Pflanzen regelmäßig mit Wasser, achten Sie aber darauf, sie nicht zu überwässern. Einige Gemüsesorten, insbesondere Starkzehrer wie Tomaten, Gurken und Kürbisse, freuen sich außerdem über eine Düngergabe, um gesund und kräftig heranzuwachsen.